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Ron Tyler – Das ist die monatliche OKTO-Show. Das ist Fernsehen, das sich noch zur Television bekennt. Verlässlich wie die Regel und regelmäßig wie der Musikantenstadl frönen zwei Herren der Neugierde.
“Eigentlich“, schmunzelt Max „Mäxchen“ Horejs, „dürfte es uns ja schon gar nicht mehr geben“, nimmt einen großen Schluck Bier und zündet sich eine Zigarette an. „Jaja“, schließt Marc „Carni“ Carnal an, „eigentlich sollte man am Höhepunkt aufhören“, nimmt einen kleinen Schluck Wein und dämpft seine Zigarette aus.
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Doch die beiden Herren, die sich da Max „Tollkirsch“ Horejs und Marc „Rotzfotz“ Carnal nennen, sind schon lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass ein treues Publikum nur so lange treu bleibt, wie man ihm neuen Zündstoff bietet. Zwei Profis unterwegs. Vier Fäuste für ein Halleluja. „Naja“, lächelt da Max „Heinz“ Horejs, „Wer andren eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“, holt sich ein neues Bier und haut sich zufrieden auf den Bauch. „Jaja“, murmelt Marc „Elfriede“ Carnal, „ganz Paris träumt von der Liebe“. Und da müssen wir auch schon den Konferenzraum der neu errichteten MA 8 (Magistratsabteilung für OKTO) verlassen, in dem die beiden trunkenen Feingeister an neuen Ideen tüfteln. „Tschüssikowski“, winkt Max „Horejs“.
Sicher sind sie auch dieses mal sehr genial, die zwei selbsternannten „mediengeilen Schleimfotzen“. Wir kennen sie ja. Denn sie sind sehr gut.
Ron Tyler auf

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Und da man die Schattenseiten des Daseins nur durch investigativen, detailverliebten und eiskalten Journalismus aufzudecken kann, wurden zwei Koryphäen auf ihrem Gebiet verpflichtet – Marc und Max von „Ron Tyler“, der Freizeit-Revue auf dem Wiener Kabelsender OKTO. In sechs Folgen werden die zwei Spaßvögel thematische Dauerbrenner wie Bademode, Klimaerwärmung oder Urlaubsflirt behandeln und ihr Publikum in gewohnter Manier läutern. Doch wie kam es eigentlich zu „Ron Tyler – Das Magazin“?
Nachdem sich die beiden Wunderkinder Marc „Hotzenplotz“ Carnal und Max „Homecoming-Queen“ Horejs Ende der 80er einen Namen in Architektur, Basketball-Berichterstattung und House-Musik gemacht hatten, ging es mit den bekennenden Koma-Trinkern und Gstanzl-Singern steil bergab. Erst die Gründung des Wiener Senders OKTO rettete das verarmte Duo, die fulminanten Quotenerfolge der Show „Ron Tyler“ bedeuteten einen zweiten Frühling.
Nun fühlen sich Marc & Max bereit für höhere Aufgaben. „Wir wollen endlich weg von der breiten Masse und ein anspruchsvolles Infotainment-Programm für das Bildungsbürgertum gestalten.“, erklärt Max und zündet sich eine fette Havanna an, „Wir wollen inhaltlich und episch in die Tiefe gehen und wieder echte Werte vermitteln.“
“Das müsste sich auch mit vier Minuten in der Woche ausgehen“, führt Marc weiter aus und nimmt einen kräftigen Schluck Whiskey. “Wir sind bereit, Großes zu schaffen.“
Dem für derStandard.at selbst auferlegten Bildungsauftrag wollen sie mithilfe aufwendiger Spezialeffekte, fürstlich entlohnter Gag-Autoren und einem eigens errichteten, hochmodernen Newsroom nachkommen. In einer ersten Presseaussendung wurden Stuntdoubles und computergenerierte Dinosaurier, die mit 3D-Brille lebensecht wirken, angekündigt.
Wie immer geht es bei Ron Tyler um die großen Fragen. „Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Und vor allem: Wo gehen wir dazwischen auf ein Bier?“ Marc dämpft seine Zigarette aus, Max leert seinen Spritzer in einem Zug, und schon sind die beiden wieder weg. Sie haben heute noch viel zu tun, denn wenn man ohne Gagschreiber arbeitet, muss man täglich über neuen Pointen brüten. Sicher lachen wir wieder mit den beiden, denn sie sind sehr gut.