Papst-Audienz

Marc und Max, die beiden Hofnarren des Wiener Community-Senders ORF, haben im Rahmen ihrer Mission für RON TYLER schon so manchen Erfolg gefeiert: Durch die gleichnamige TV-Frauengefängnis-Splatter-Reihe kamen sie im Vorjahr auf Platz 34 der NEWS-Liste der 1000 wichtigsten Österreicher, noch vor Marika Lichter und Autrofred. Außerdem machten sie die marode “Qualitäts”-Zeitung Standard wieder salonfähig und schlugen eine Einladung zur Promi-Millionenshow aus, weil sie es nicht nötig haben, mit einem Schifahrer zu sprechen.
Kurz: Rücken-Marc und Bau-Max befinden sich auf der Leiter, die wir Erfolgs heißen, bereits in luftiger Höhe und haben sich schon oft überlegt, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen, denn man soll ja schließlich aufhören, wenn es am schönsten ist. Schöner wird es wohl wirklich nicht mehr, denn gerade in letzter Zeit werden den zerbrechlichen TV-Sternchen Zumutungen aufgebürdet, die nicht sein müssten…

Marc Carnal und Max Horejs - Ron Tyler

Letzten Dienstag klingelte das Telefon der Ron Tyler – Sekretärin – Am anderen Ende eine zerbrechliche Stimme mit Bayrischem Akzent. Papst Benedikt XVI. hatte persönlich in der Zentralverwaltung des Konzerns angerufen und wollte um eine Audienz bei seinen großen Idolen beten. “Beten, das passt zu Ihnen”, entgegnete die Sektretärin kühn, leitete den Wunsch aber an die Stars weiter. Diese brauchten natürlich gar nicht lange zu überlegen und sagten sofort nein. Als Künstler hat man genug zu tun und es nicht nötig, sich mit senilen Katholiken abzugeben. Doch der weiße Gottesmann war hartnäckig, klingelte den ganzen Tag Sturm, und schließlich hatte er die Jeansboys von Ron Tyler nicht nur überredet, ihm ihr Gehör und ihre Weisheit zu schenken, sondern es sogar geschafft, dass die beiden zu ihm in den Vatikan anreisten.

Donnerstag Vormittag stiegen die beiden in ihre Limousine ein. Der Chauffeur fuhr lange Umwege, weil er auf Benedikts Wegbeschreibung (“Alle Wege führen nach Rom”) vertraut hatte. Gegen Abend kamen die nun schon leicht gereizten und sich zwanghaft den Geboten der Beherrschung unterwerfenden Tyler-Buam an und trafen sich mit dem Papst.


Dieses Bild entstand, als der Papst die Ron Tyler – Limousine um die Ecke biegen sah

Der fahle Dattergreis hatte drei Seiten mit Fragen vollgeschmiert, doch in der Viertelstunde, die ihm gewährt wurde, gingen sich natürlich nicht alle Anliegen aus. Marc und Max gaben dem Kirchenoberhaupt hilfreiche Ratschläge aus den Bereichen Mode und Lifestyle und ließen ihn auch wissen, dass es am wichtigsten ist, credibility bei den Fans zu haben, dass heute ohne Computer sowieso überhaupt nichts mehr geht und dass es Gott gar nicht gibt. Da die Hilflosigkeit von Benedikt doch rührend war, bekam er von seinen Hausgöttern schließlich noch ein Geschenk: Alte B-Gags, die es aufgrund mangelnder Lustigkeit nicht in die OKTO-Moderationen geschafft hatten. Diese darf er von nun an offiziell in seine lahmarschigen Predigten einbauen, um die Leute wieder zum Zuhören zu bringen.
Durch diese Spende übermütig geworden, wollte sich der maßlose Alte dann zum Abschied auch noch ein Autogramm erschleichen, indem er Marc und Max eine Heiligsprechung für lau anbot. Nichts da, Papa Ratzi! Du bist nichts besonders, nur weil du dir eine DJ Ötzi – Mütze überstülpst und ein bisschen Weihrauch schnüffelst. Autogramme gibt es nur im FANSHOP!! 1,52 Euro wird sich auch die Kirche leisten können.
Schließlich wurde Papst Benedikt von den Ron Tyler – Botschaftern der Herzen noch gesegnet, und ab ging die Post wieder Richtung Heimat.

Irgendwo in Wien sitzen sie jetzt, die sehr genialen Humoristen von Ron Tyler, und denken sich Gags aus. Wir sind schon wieder sehr gespannt.