Brigitte – Brigitte / Ora et labora
09.02.2012
So., 18.12.2011, 20:00 Uhr

“Brigitte-Brigitte” (R: Sebastian Schmidl): Brigitte, eine vom Leben geschüttelte junge Frau, wird von ihrer Freundin Isabel verlassen. Brigitte hat stark mit der Trennung zu kämpfen und fordert ihren Schmerz heraus, indem sie immer wieder versucht, Isabel zurückzuerobern. Doch Isabel hat sich wieder neu verliebt. In jemanden, der Brigitte näher nicht sein könnte. “Brigitte-Brigitte” skizziert eine Trennung und den Beginn einer neuen Liebe. Doch was passiert dazwischen? Ein Film über den brüchigen Rand der eigenen Identität.
“Ora et labora” (R: Alexandra Makarova): Ruth, die bei weitem jüngste Nonne in ihrem Orden, hat sich für ein Leben im Kloster entschieden. Tag für Tag widmet sie sich dem Gebet und ihrer Arbeit abseits des weltlichen Alltags. “Ora et labora” begleitet sie dabei.
Die beiden FilmemacherInnen sind zu Gast bei Robert Buchschwenter im Oktoskop-Studio.
Papa
09.02.2012
So., 11.12.2011, 20:00 Uhr

Ein junger Vater, Rapmusiker, Anfang 30, wird über Nacht von seiner Freundin verlassen und steht plötzlich mit den beiden kleinen gemeinsamen Söhnen alleine da. Bis zu diesem Zeitpunkt hat er sich nie um sie gekümmert. Nun ist er aber dazu gezwungen. Und tatsächlich lässt sich der Musiker auf die neue Situation ein und kommt immer besser mit seiner Vaterrolle zurecht – bis seine Freundin nach drei Tagen plötzlich wieder vor der Türe steht… Der Filmemacher ist zu Gast bei Lukas Maurer im Oktoskop-Studio. Dort erzählt der Filmakademie- Absolvent, wie er mit dem Rap-Musiker Marathan AQIL Musiu zusammen getroffen ist, den er dann zum Hauptdarsteller seines preisgekrönten Kurzspielfilms “Papa” gemacht hat. Außerdem geht darauf ein, welche Herausforderung es war, einen Film zu drehen, der zwar vom Leben seines Protagonisten ausgeht, dieses aber nicht abbilden will.
David Rühm – Werkschau
09.02.2012
So., 04.12.2011, 20:00 Uhr

Oft verschlägt es FotografInnen in die Werbung und schlussendlich zum Film. David Rühm hat den umgekehrten Weg gewählt: Nach erfolgreichem Abschluss der Wiener Graphischen im Fach Fotografie übte er diesen Beruf nie aus, sondern verschenkte alle Fotos und begann, ausgesprochen erfolgreich Filme zu drehen. Letztendlich ging’s für Rühm jedoch “back to the roots” und er wandte sich wieder seinem ursprünglich erlernten Beruf als Fotograf zu. Zu Gast im Studio bei Robert Buchschwenter spricht Rühm über seinen Lebensweg und hat vier seiner kürzeren Filme mitgebracht: “Die Grube” (A 1987), “Der traurige Vampir” (A 1987), “Mein Vater, Sie bleiben mir ein Rätsel…” (A 1992) und “Nochmal auf Anfang” (A 2001). Diese stellen ein bildmächtiges Oeuvre dar. Vor allem der Film über seinen berühmten Vater, den Schriftsteller Gerhard Rühm, hat eine äußerst spannende Entstehungsgeschichte aufzuweisen.
Eine Bewegung der Zeit (R: Michael Kreihsl, A 1987)
21.11.2011
So., 27.11.2011, 20:00 Uhr
So., 04.12.2011 (WH)
Ein Studentenfilm aus dem Jahr 1987 von dem Film- und Theaterregisseur und ehemaligen Kunst-Restaurator Michael Kreihsl. Es ist ein dokumentarischer Streifzug durch das kunsthistorische Museum und
durch Wien. Der Protagonist ist ein Flaneur, der im Museum über die Wirkungsweisen der alten Meister nachdenkt und auf seinem Weg durch die Stadt den Alltag mit ihren Bewegungen beobachtet. Es ist also eine Art Essayfilm über Wahrnehmung des Innen wie des Außen, eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit Kunstwahrnehmung und Alltagsbewegung, mit der Fiktion des realen und dem realen im fiktiven, getaucht in melancholische Stimmungen. Ein großartiger Film auf jeden Fall. Eine Entdeckung! (Lukas Maurer)
Der Filmemacher ist zu Gast bei Lukas Maurer im Oktoskop-Studio.
Jobcenter (R: Angela Summereder, A 2009)
14.11.2011
So., 20.11.2011, 20.00 Uhr
So., 27.11.2011 (WH)

Flipcharts, kahle Meetingräume, Schulungsroutinen – das ist die Welt, in die “Jobcenter” die ZuseherInnen entführt. Angela Summereder porträtiert in ihrem Dokumentarfilm fünf Menschen, die am AMS-Jobcenter teilnehmen. Ziel dieses Kurses ist es, seine TeilnehmerInnen für den Arbeitsmarkt zu rüsten. Emotionslos folgt Summereder den mechanischen Ritualen der Kurse: Die Bedürfnispyramide des Menschen wird erarbeitet, ein Vorstellungsgespräch simuliert. Die Bilder bleiben kühl und beobachtend. Immer wieder sucht die Filmemacherin jedoch auch das Gespräch mit den porträtierten Personen. Dann verändert sich nicht nur der Tonfall der Porträtierten, sondern auch die visuelle Sprache des Films. Zu den Großaufnahmen der Gesichter gesellen sich plötzlich emotionale, metaphorische Bilder, wie etwa ein einsamer Weg oder ein verfallenes Haus. Das Jobcenter und sein Anspruch, für “da draußen” zu rüsten, wirkt dem Leben dann fern.
Die Regisseurin ist zu Gast im Studio bei Robert Buchschwenter.
Totó (Regie: Peter Schreiner, A 2009)
31.10.2011
So., 13.11.2011, 20:00 Uhr
So., 20.11.2011 (WH)

Antonio Cotroneo, genannt Toto, war als Jugendlicher ein Rebell, der sich gegen Regeln auflehnte und seiner Heimatstadt in Süditalien den Rücken kehrte. Er heiratete eine Wienerin und zog in die österreichische Bundeshauptstadt, wo er auch Arbeit finden konnte.Toto ist im Wiener Konzerthaus beschäftigt, doch zu seinem fünfzigsten Geburtstag wird die Sehnsucht nach Tropea, seinem Geburtsort, immer stärker. Er beginnt italienische Gedichte zu schreiben und denkt darüber nach, wieder in die Heimat zu gehen. Denn in Wien wurde er nie wirklich heimisch. Immer öfter denkt er über Begegnungen seiner Jugendzeit nach. Die Sehnsucht nach Süditalien wächst…
Der Filmemacher Peter Schreiner ist zu Gast bei Lukas Maurer im Oktoskop-Studio.
The Lion Escaped (R: Peter Waldenberger, A 2011)
31.10.2011
So., 6.11.2011, 20:00 Uhr
So., 13.11.2011 (WH)

Während der Fußball-WM 2010 stand Südafrika als austragendes Land im Mittelpunkt des Interesses der Weltöffentlichkeit. Von einer Chance für den ganzen Kontinent war die Rede. Südafrika fungierte dabei als Vorbild für andere Staaten. Doch das Land hat ein Problem, welches viele Bereiche des täglichen Lebens lähmt: HIV/Aids. Südafrikas HIV-Rate ist weltweit eine der höchsten. Die Ursachen dafür liegen im Erbe aus Zeiten der Apartheid sowie im sozialen Umbruch. Die Krankheit hat nicht nur gesundheits-, sondern teils auch gesellschaftspolitisch verheerende Auswirkungen. “The Lion Escaped” zeigt Menschen im Kampf gegen dieses Virus: politische EntscheidungsträgerInnen, KirchenvertreterInnen, Intellektuelle, NGO-MitarbeiterInnen, WunderheilerInnen und von der Krankheit Betroffene.
Regisseur Peter Waldenberger ist zu Gast im Studio bei Robert Buchschwenter.
Farben einer langen Nacht (R: Judith Zdesar, A 2011)
04.10.2011
So., 30.10.2011
So., 06.11.2011 (WH)

Winter in Grönland. Der Sonnenaufgang lässt auf sich warten. Der Alltag soll während dieser wochenlangen Nacht jedoch weitergehen. Die GrönländerInnen beherrschen die Kunst, der Nacht auch Farben zu entlocken – etwa mit einem Feuerwerk, stark beleuchteten Häusern oder durch den Besuch bei FreundInnen und Familie. Auch die Kinder beziehen die Dunkelheit ganz selbstverständlich in ihre Spiele mit ein. Für die österreichische Filmemacherin Judith Zdesar birgt diese ungebrochene Dunkelheit jedoch auch Angst und einen Hauch von Einsamkeit. Die Bilder von Eis und Schnee scheinen schön. Sie machen aber auch deutlich, dass die Natur bestimmt, wie der Rhythmus des Lebens zu verlaufen hat. Die Menschen können sich bestenfalls anpassen, fügen und sich die Zeit vertreiben, während sie auf den Tag warten.
Die Regisseurin ist zu Gast im Studio.
Gott hat es schwer mit uns (R: Alina Tretinjak, A 2009)
04.10.2011
So., 23.10.2011
So., 30.10.2011 (WH)

In der ostbosnischen Stadt Vlasenica, in der Republika Srpska, sind österreichische Bundesheersoldaten im Rahmen der EUFOR-Mission stationiert. “Gott hat es schwer mit uns, so wie wir sind”, steht auf einem Schild bei der Einfahrt in die Stadt. Aber zum Glück verstehen die Soldaten kein Serbisch. Nicht nur deshalb ist ihre tägliche Auseinandersetzung mit der fremden Kultur oft schwierig. Seit Ende 2004 sorgen sie in Bosnien-Herzegowina für Stabilität und Sicherheit. Gleichzeitig versuchen die Soldaten, den Kontakt zur Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Ihre Arbeit und ihr Leben, aber auch die Überlebensgeschichten der Menschen, denen sie begegnen, zeigt Alina Tretinjaks Dokumentarfilm.
Die Regisseurin ist zu Gast im Studio.
Viennale 2011
04.10.2011
So., 16.10.2011
So., 23.10.2011 (WH)

Viennale-Direktor Hans Hurch (Foto: Alexi Pelekanos)
Ende Oktober ist traditionell Filmfestival-Zeit in Wien. Die Viennale ist das größte österreichische Filmfestival und zeigt heimisches wie internationales Kino. Direktor Hans Hurch spricht über die diesjährige Ausgabe, über die Pläne für das 50 Jahr Jubiläum 2012 und hat außerdem folgende Kurzfilme mitgebracht…
Lee Anne Schmitt: JUMPING PORTRAIT, ca 5 min
Joerg Burger: MOSCOUW, 20 min
Sasha Pirker: JOHN LAUTNER, 11 min
Michael Palm: SEA CONCRETE HUMAN (MALFUNCTIONS #1), 29 min
Pierre Léon: Trois miniatures (A LA BARBE D’IVAN / DANKE / J’AIMERAIS QUE), Gesamt: 23 min (11/6/6 min)
Die Viennale findet von 20. Oktober bis 2. November 2011 in Wien statt.
mehr Infos: www.viennale.at