The Silence of Green
So., 29.01.2012, 20:00 Uhr
(R: Andreas Horvath, A 2002) Großbritannien Anfang 2001: Im Norden von Yorkshire wütet die Maul- und Klauenseuche. Das infizierte Gebiet ist vom Rest der Welt abgeschnitten. Um jeden Zutritt zu verwehren, wird das Heer eingesetzt. An die vier Millionen Stück Vieh werden stillschweigend geschlachtet. ” It’s a mass murder!”, meint ein ruinierter Landwirt verzweifelt und prangert das Missverhältnis zwischen den von der britischen Regierung getroffenen Maßnahmen und dem tatsächlichen Ausmaß der Katastrophe an. Mit einer Super8-Kamera versucht der österreichische Filmemacher Andreas Horvath, die Ereignisse zu dokumentieren. Die apokalyptischen Bilder von Tierleichenbergen schockieren ihn, machen ihn aber gleichzeitig auch neugierig. Horvath stößt auf eine ganze Reihe von Schwierigkeiten, die letztlich mehr Fragen aufwerfen, als ihm zu beantworten gelingt. “The Silence of Green” wird so aus der Gegenwart heraus zu einem landwirtschaftlichen Science Fiction Film, der politisch wie metaphysischen über das Verhalten staatlicher Insitutionen im sogenannten Katastrophenfall nachdenkt. Der Filmemacher ist zu Gast im Studio bei Lukas Maurer.
