Daniel Hoesl Special

So., 01.01.2012, 20:00 Uhr

Der österreichische Filmemacher Daniel Hoesl interessiert sich für radikale Konzepte – erzählerisch wie ästhetisch. Zum Film ist er über die Fotografie sowie in erster Linie über die Kinobücher von Gilles Deleuze gekommen. Der Regisseur ist zu Gast bei Robert Buchschwenter im Oktoskop-Studio und hat drei seiner Filme mitgebracht:

In “The Madness of the Day” (A/USA 2011) sieht sich ein junger Mann gezwungen, seine Freundin sowie sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen, fluchtartig die Stadt zu verlassen und unterzutauchen. Er findet sich wieder, verirrt im Wald.

Für seinen Film “Die Wirklichkeit” (A 2007) bereiste Hoesl weite Teile der Welt – von Moskau bis Los Angeles.

“Lektion von alltäglichem Pathos” (A 2005) handelt vom Leben Annes. Anne arbeitet beim Radio. Ihr Leben ist nicht aufregend. Sie lebt in einem Zimmer in einer Salzburger WG. Ihr Mitbewohner mag Anne nicht. Er würde gerne alleine wohnen und ist ob seiner Gesamtfrustration aggressiv. Nach einem Diskobesuch wird Anne überfallen und landet im Rollstuhl. Der Dieb hat gute Arbeit geleistet. Das freut Annes Mitbewohner. Jemand anders zieht in ihr Zimmer. Auch den Job beim Radio ist sie los. Anne versucht, aufzustehen, doch sie fällt hin.