Archiv: February 2012
Hüseyin Tabak Special
09.02.2012
So., 12.02.2012, 20:00 Uhr

Hüseyin Tabak, Student der Wiener Filmakademie, ist in Deutschland geboren und hat kurdische Wurzeln. Er wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – darunter der Diagonale-Jugendpreis und der Wiener Filmpreis in der Kategorie Dokumentarfilm. Der Filmemacher ist zu Gast bei Lukas Maurer im Oktoskop-Studio und hat zwei seiner Filme mitgebracht: “Cheeese…” (A 2008) zeigt eine kurdische Familie, die während des Irak-Krieges im Keller unter ihrem eingestürzten Haus auf die Hilfe der amerikanischen Truppen wartet. Und in “Heim” (A 2010) bietet ein verlassenes Haus einem Jungen Rückzug, Schutz und Alibi.
Vorschau: Kinečko Special
09.02.2012
So., 19.02.2012
Das slowakische Magazin Kinečko reflektiert Kino in seinem aktuellen und sich ständig verändernden Kontext. Mit seiner englischen Ausgabe wendet es sich auch an CineastInnen in aller Welt. Robert Buchschwenter bittet die beiden Macherinnen Eva Križková und Eva Pavlovičová sowie Redakteur Lukáš Sigmund zum Studiogespräch. Die drei haben selbstverständlich auch ein spannendes Filmprogramm im Gepäck.
Kiss Daddy Goodnight
09.02.2012
So., 05.02.2012, 20:00 Uhr

(R: Peter Ily Huemer, USA 1988) Hochkarätig besetzter Thriller, den der österreichische Regisseur Peter Ily Huemer mit späteren Weltstars wie Uma Thurman und Steve Buscemi realisierte. Die junge und attraktive Laura (Thurman) versucht, im New York der 1980er-Jahre über die Runden zu kommen. Zu diesem Zweck flirtet sie mit wohlhabenden Männern und begleitet diese nach Hause. Anschließend verabreicht sie ihnen Schlafmittel und raubt sie aus. Laura ist überzeugt, dass niemand über ihre Art des Broterwerbs Bescheid weiß. Eines Abends bemerkt die junge Frau jedoch einen Verfolger. Außerdem wird eine ihr nahestehende Person ermordet…
The Silence of Green
09.02.2012
So., 29.01.2012, 20:00 Uhr

(R: Andreas Horvath, A 2002) Großbritannien Anfang 2001: Im Norden von Yorkshire wütet die Maul- und Klauenseuche. Das infizierte Gebiet ist vom Rest der Welt abgeschnitten. Um jeden Zutritt zu verwehren, wird das Heer eingesetzt. An die vier Millionen Stück Vieh werden stillschweigend geschlachtet. ” It’s a mass murder!”, meint ein ruinierter Landwirt verzweifelt und prangert das Missverhältnis zwischen den von der britischen Regierung getroffenen Maßnahmen und dem tatsächlichen Ausmaß der Katastrophe an. Mit einer Super8-Kamera versucht der österreichische Filmemacher Andreas Horvath, die Ereignisse zu dokumentieren. Die apokalyptischen Bilder von Tierleichenbergen schockieren ihn, machen ihn aber gleichzeitig auch neugierig. Horvath stößt auf eine ganze Reihe von Schwierigkeiten, die letztlich mehr Fragen aufwerfen, als ihm zu beantworten gelingt. “The Silence of Green” wird so aus der Gegenwart heraus zu einem landwirtschaftlichen Science Fiction Film, der politisch wie metaphysischen über das Verhalten staatlicher Insitutionen im sogenannten Katastrophenfall nachdenkt. Der Filmemacher ist zu Gast im Studio bei Lukas Maurer.
Videokunst: Karø Goldt
09.02.2012
So., 22.01.2012, 20:00 Uhr

Im Gespräch mit Oktoskop Kuratorin Amina Handke geht die Künstlerin unter anderem darauf ein welche Rolle das Original, also das Foto, das den jeweiligen Ausgangspunkt ihrer Arbeit bildet, spielt, warum Stilleben immer auch politische Bilder sind und was sie an Gemälden fasziniert. Wesentlich für ihre Arbeit sind auch die Farbenlehre, sowie die Symbolik und Geschichte der Gegenstände, die sie inszeniert. So beschäftigt sie sich zum Beispiel in ihrer Arbeit Tulipa mit der Geschichte und dem Bedeutungswandel von Tulpen, die von einer exotische teuren, in Europa ursprünglich gar nicht heimischen Pflanze zum ganzjährig verfügbaren Massenprodukt wurde.
Poco a Poco
09.02.2012
So., 15.01.2012. 20:00 Uhr

Der Dokumentarfilm “Poco a poco” (dt.: nach und nach) von Doris Musikar und Alexander Vittorio Papsch (A 2010) begleitet MenschenrechtsbeobachterInnen auf ihrem Weg in zapatistische Gemeinden in Chiapas (Mexiko) und zeigt deren Aufgaben, Erlebnisse und Schwierigkeiten während ihres dortigen Aufenthalts. Durch die Menschen vor Ort erfahren wir mehr über die zapatistische Bewegung und den seit Jahrhunderten bestehenden Konflikt in Chiapas. Die dortigen Differenzen zwischen indigener und nicht-indigener Bevölkerung verstärken sich durch kapitalistisches Denken, welches keine Rücksicht auf Menschlichkeit nimmt, noch zusätzlich. Einblick wird aber auch in die Menschenrechtsbeobachtung an sich gegeben. Der Film spiegelt eine Suche nach einem gerechteren, würdigen Leben für die Menschen in Chiapas und ferner für Menschen in der ganzen Welt wider. Die beiden FilmemacherInnen sind zu Gast bei Robert Buchschwenter im Oktoskop-Studio.
Die 5 Himmelsrichtungen
09.02.2012
So., 08.01.2012, 20:00 Uhr

(R: Fridolin Schönwiese, A 2009) Die 5 Himmelsrichtungen erzählt anhand zweier ProtagonistInnen die Geschichte der EinwohnerInnen des mexikanischen Dorfes Tres Valles. Sie sind dort seit Generationen verwurzelt und bestreiten ihre Existenz als Bäuerinnen und Bauern sowie HandwerkerInnen. Doch wie allerorts vollzog sich auch in Mexiko die Anbindung an die globale Weltwirtschaft. Damit ging ein Verfall der Rohstoffpreise einher. Mit den Löhnen der lokalen Zuckerrohrfabrik allein können sich die Familien nicht mehr ernähren. Eine Zukunftsperspektive im eigenen Land steht nicht in Aussicht. So bleibt vielen Familien keine andere Wahl, als sich voneinander zu trennen und sich – legal oder illegal – auf Arbeitssuche in die USA zu begeben. Regisseur Fridolin Schönwiese zeigt in eindrucksvollen und intimen Bildern die berührende Geschichte der beiden ProtagonistInnen. Getrieben von ihren Träumen und Sehnsüchten folgen sie der fünften Himmelsrichtung: dem mexikanischen Traum von einem besseren Leben in der Heimat. Der Filmemacher ist zu Gast bei Lukas Maurer im Oktoskop-Studio.
Daniel Hoesl Special
09.02.2012
So., 01.01.2012, 20:00 Uhr

Der österreichische Filmemacher Daniel Hoesl interessiert sich für radikale Konzepte – erzählerisch wie ästhetisch. Zum Film ist er über die Fotografie sowie in erster Linie über die Kinobücher von Gilles Deleuze gekommen. Der Regisseur ist zu Gast bei Robert Buchschwenter im Oktoskop-Studio und hat drei seiner Filme mitgebracht:
In “The Madness of the Day” (A/USA 2011) sieht sich ein junger Mann gezwungen, seine Freundin sowie sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen, fluchtartig die Stadt zu verlassen und unterzutauchen. Er findet sich wieder, verirrt im Wald.
Für seinen Film “Die Wirklichkeit” (A 2007) bereiste Hoesl weite Teile der Welt – von Moskau bis Los Angeles.
“Lektion von alltäglichem Pathos” (A 2005) handelt vom Leben Annes. Anne arbeitet beim Radio. Ihr Leben ist nicht aufregend. Sie lebt in einem Zimmer in einer Salzburger WG. Ihr Mitbewohner mag Anne nicht. Er würde gerne alleine wohnen und ist ob seiner Gesamtfrustration aggressiv. Nach einem Diskobesuch wird Anne überfallen und landet im Rollstuhl. Der Dieb hat gute Arbeit geleistet. Das freut Annes Mitbewohner. Jemand anders zieht in ihr Zimmer. Auch den Job beim Radio ist sie los. Anne versucht, aufzustehen, doch sie fällt hin.
Bo Chen Special
09.02.2012
So., 25.12.2011, 20:00 Uhr

Kurzfilme von Bo Chen, zusammengefasst zu einem Special.
“Paare” (R: Bo Chen, A 2008):
Zwei Geschichten, zwei Stile der Inszenierung. Zunächst ein Würstelstand unter einer Bahnbrücke: Zu sehen ist das Ende einer Beziehung. Beinahe schwebend gleitet die Kamera in einer Plansequenz an das Paar heran. Danach ein harter Schnitt. Ein junger Mann bereut, mit seiner Freundin Schluss gemacht zu haben. Um seinen Liebeskummer zu stillen, kauft er sich einen Hund. Bo Chens Zweiakter überzeugt durch seine kontrastive Form.
“Little Precious” (R: Bo Chen, AT/CN 2011):
Eine Geschichte voller feiner Nuancen: Xiao Bao zieht nach Beijing. Es geht ihm nicht so sehr um sozialen Aufstieg und persönlichen Erfolg. Vielmehr will der junge Chinese ein bisschen Geld verdienen, um seinen eigenen bescheidenen Ansprüchen gerecht werden zu können. Er möchte ein Dach über dem Kopf, Essen und Trinken sowie ein bisschen Spaß. Um sich finanziell über Wasser zu halten, versucht der Protagonist – mit recht wenig Erfolg – Eis und Mineralwasser im Xiangshan-Park zu verkaufen. Doch der Konkurrenzkampf zwischen den Eisverkäufern ist heftig, und Xiao Bao gerät bald in Schwierigkeiten. Aber nicht nur in beruflicher Hinsicht läuft es für ihn unrund. Auch in Liebesdingen ist nicht alles im Lot. Bemerkenswerterweise bleibt Xiao Bao trotz seines alles andere als erfolgreichen Starts in der Hauptstadt unverzagt.
Der Filmemacher ist zu Gast bei Lukas Maurer im Oktoskop-Studio.
Brigitte – Brigitte / Ora et labora
09.02.2012
So., 18.12.2011, 20:00 Uhr

“Brigitte-Brigitte” (R: Sebastian Schmidl): Brigitte, eine vom Leben geschüttelte junge Frau, wird von ihrer Freundin Isabel verlassen. Brigitte hat stark mit der Trennung zu kämpfen und fordert ihren Schmerz heraus, indem sie immer wieder versucht, Isabel zurückzuerobern. Doch Isabel hat sich wieder neu verliebt. In jemanden, der Brigitte näher nicht sein könnte. “Brigitte-Brigitte” skizziert eine Trennung und den Beginn einer neuen Liebe. Doch was passiert dazwischen? Ein Film über den brüchigen Rand der eigenen Identität.
“Ora et labora” (R: Alexandra Makarova): Ruth, die bei weitem jüngste Nonne in ihrem Orden, hat sich für ein Leben im Kloster entschieden. Tag für Tag widmet sie sich dem Gebet und ihrer Arbeit abseits des weltlichen Alltags. “Ora et labora” begleitet sie dabei.
Die beiden FilmemacherInnen sind zu Gast bei Robert Buchschwenter im Oktoskop-Studio.