Samstag, 14. Mai 20:00
Heute ganz besonders, ganz anders und vor allem länger. Wir haben unsere 100. Filmfreisendung zur Festivalsendung erkoren und wollen mit einem Rückblick auf vergangene Filme, die in den Startlöchern scharenden VIS Vienna Independent Shorts vorstellen. Moderiert von Marija Milovanovic und Tobias Greslehner.
Mirjam Baker, Michael Kren
Österreich 2009, 4 min
Rotoskoptierte Animation und Realfilm fügen sich zur Geschichte eines Mannes, der einer gescheiterten Beziehung nachtrauert. Und die Bildebene bildet auch die ideale Entsprechung für den melancholischen Elektropopsong.
Rune Eriksson, Erik Eriksson
Norwegen 2009, 1min
Die Eriksson Brüder mit ihren Kurzanimationen sprechen seit Jahren die Lachmuskeln ihres Publikums an. Bei Carpe Diem ist der Name Programm und man liefert natürlich auch einen Vorschlag für möglichst sinnvolle Beschäftigung.
Till Penzek, Jon Frickey
Deutschland 2007, 2 min
Mit Satire an ein sehr ernstes Thema, denn Wissenschafter und Öko-Freaks warnen uns stets vor den Gefahren der Atomkraft. Dies alles ist natürlich völlig aus der Luft gegriffen, keine Zweifel. Atomi ist schließlich vom Fach und weiß wovon er spricht.
Florian Juri
Öster 2009, 2 min
Hier wird sich mit den komplexen Prozessen der Entscheidungsfindung in menschlichen Gehirnen beschäftigt. Anschaulich gemacht dank modernster Technik. Ein Preisgekröntes Animationsschmankerl entstanden an der FH Hagenberg.
Ben Claremont
Australien 2009, 7 min
Im Park auf Taubenjagd in Hyper-Slow-Motion. Zeit relativiert sich. Die Technik macht es möglich, fast choreografische Details zu liefern, derer man sonst nie gewahr werden würde. Ein visueller Genuss und ein filmischer Eindruck der anderen Art.
Nikolaus Eckhardt
Österreich 2008, 1 min
Gemeinsam mit seinen zwei Protagonisten rüttelt, schreit und schimmelt der Film gegen einen seiner medienspezifischen Funktionsmodi: der scheinbaren Wiedergabe von in der Realität erfolgter Bewegung.
Herwig Kerschner
Österreich 2010, 8 min
Surreal anmutende Bilder mit Symbolkraft fügen sich in Gedankenverdichtung zu alptraumhaften Sequenzen zusammen. Durch die eigenwillige Bildmontage und intensive Geräuschkulisse entsteht eine Atmosphäre der Angst und Ungewissheit.
Christoph Rainer
Österreich 2010, 12 min
Zwei Brüder flüchten vor ihrem gewalttätigen Vater in die Tiefen eines Kellers, in dem die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Traum und Wirklichkeit, Leben und Tod verwischen. Eine Referenz an Charles Laughtons The Night of the Hunter?
Jung-Chul Hur
Südkorea 2004, 5 min
Digital verändert, gespiegelt und dupliziert gleicht der Film einem Kaleidoskop. Der Sound – Stimmen, vielleicht von Kindern, die um ihr Essen schreien – erinnert an Millionen kreischender Vögel, rasend, wild, außer sich.
Wendy Morris
Belgien 2007, 6 min
Statt dem Gesetz des Stärkeren gilt hier das Gesetz der kürzeren Nachladezeit einer Waffe. Ein kritisch-ironischer Blick auf die Kolonialisierung des Kongo – mit den Sichtweisen der “Kolonisierten und Kolonisierenden”.
Mihai Grecu
Frankreich 2008, 6 min
Ein leerer Raum, ein menschlicher Körper im, über oder unter Wasser. Ein Aal, der im Trockenen liegt und nach Luft schnappt. Zwischen Traum und Halluzination oszillierend ist es ein Film, in dem man förmlich ertrinken möchte.
FILM: On the Way to the Theatre, We Egged a Trans-Am
Nathaniel Sullivan
USA 2009, 2 min
Pubertät, Sex, Gewalt, Männlichkeit, Rebellion. Jugendliche testen und überschreiten ihre Grenzen, was sich nicht nur im vielsagenden Titel dieser rasanten Rhythmus-Collage von Nathaniel Sullivan widerspiegelt. „I have the rest of my life to worry if I am going to lose my hair.“
Kathy Sebbah
Frankreich 2008, 21 min
Einige Jugendliche machen sich auf in den Wald, ihnen ist langweilig. Als sie einen Mann von der Straße mitnehmen, kippt die Stimmung schnell. Ein Film über das Erwachsenwerden und Männlichkeitsideale – und Gus van Sant lässt aus der Ferne grüßen…
FILM: Quelque chose en O (Something with O)
Marc Schaus
Belgien / Frankreich 2006, 13 min Sprache: französisch, Untertitel: englisch
Eine Familie im Auto: Während der Fahrt bemerkt der Vater, dass ihm der Name seiner Tochter nicht mehr einfällt. Seine Frau getraut er sich nicht zu fragen. Eine subtile Metaphorik rund um die Beziehung zwischen Vätern und Töchtern. Sehr schön.
FILM: The Black Dog’s Progress
Stephen Irwin
UK 2008, 3 min
Daumenkinos beschreiben die traurige Geschichte von einem schwarzen Hund, dessen Entwicklung sich durch die sich häufenden und verdichtenden Loops fast nicht mehr wahrnehmen lässt. Gewalt, Brutalität, Vernachlässigung, Liebe, Sorge, Hilfe, alles auf einem Screen.















