Archiv: May 2011

Samstag, 14. Mai 20:00

14.05.2011

Heute ganz besonders, ganz anders und vor allem länger. Wir haben unsere 100. Filmfreisendung zur Festivalsendung erkoren und wollen mit einem Rückblick auf vergangene Filme, die in den Startlöchern scharenden VIS Vienna Independent Shorts vorstellen. Moderiert von Marija Milovanovic und Tobias Greslehner.

FILM: Zoot Woman: Memory

Mirjam Baker, Michael Kren

Österreich 2009, 4 min

Rotoskoptierte Animation und Realfilm fügen sich zur Geschichte eines Mannes, der einer gescheiterten Beziehung nachtrauert. Und die Bildebene bildet auch die ideale Entsprechung für den melancholischen Elektropopsong.

FILM: Carpe Diem

Rune Eriksson, Erik Eriksson

Norwegen 2009, 1min

Die Eriksson Brüder mit ihren Kurzanimationen sprechen seit Jahren die Lachmuskeln ihres Publikums an. Bei Carpe Diem ist der Name Programm und man liefert natürlich auch einen Vorschlag für möglichst sinnvolle Beschäftigung.

FILM: Keine Angst vorm Atom

Till Penzek, Jon Frickey

Deutschland 2007, 2 min

Mit Satire an ein sehr ernstes Thema, denn Wissenschafter und Öko-Freaks warnen uns stets vor den Gefahren der Atomkraft. Dies alles ist natürlich völlig aus der Luft gegriffen, keine Zweifel. Atomi ist schließlich vom Fach und weiß wovon er spricht.

FILM: Zerebrale Dichotomie

Florian Juri

Öster 2009, 2 min

Hier wird sich mit den komplexen Prozessen der Entscheidungsfindung in menschlichen Gehirnen beschäftigt. Anschaulich gemacht dank modernster Technik. Ein Preisgekröntes Animationsschmankerl entstanden an der FH Hagenberg.

FILM: Eulogy

Ben Claremont

Australien 2009, 7 min

Im Park auf Taubenjagd in Hyper-Slow-Motion. Zeit relativiert sich. Die Technik macht es möglich, fast choreografische Details zu liefern, derer man sonst nie gewahr werden würde. Ein visueller Genuss und ein filmischer Eindruck der anderen Art.

FILM: 28 x Brot

Nikolaus Eckhardt

Österreich 2008, 1 min

Gemeinsam mit seinen zwei Protagonisten rüttelt, schreit und schimmelt der Film gegen einen seiner medienspezifischen Funktionsmodi: der scheinbaren Wiedergabe von in der Realität erfolgter Bewegung.

FILM: Nachnacht

Herwig Kerschner

Österreich 2010, 8 min

Surreal anmutende Bilder mit Symbolkraft fügen sich in Gedankenverdichtung zu alptraumhaften Sequenzen zusammen. Durch die eigenwillige Bildmontage und intensive Geräuschkulisse entsteht eine Atmosphäre der Angst und Ungewissheit.

FILM: Catafalque

Christoph Rainer

Österreich 2010, 12 min

Zwei Brüder flüchten vor ihrem gewalttätigen Vater in die Tiefen eines Kellers, in dem die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Traum und Wirklichkeit, Leben und Tod verwischen. Eine Referenz an Charles Laughtons The Night of the Hunter?

FILM: Frantic

Jung-Chul Hur

Südkorea 2004, 5 min

Digital verändert, gespiegelt und dupliziert gleicht der Film einem Kaleidoskop. Der Sound – Stimmen, vielleicht von Kindern, die um ihr Essen schreien – erinnert an Millionen kreischender Vögel, rasend, wild, außer sich.

FILM: Bully Beef

Wendy Morris

Belgien 2007, 6 min

Statt dem Gesetz des Stärkeren gilt hier das Gesetz der kürzeren Nachladezeit einer Waffe. Ein kritisch-ironischer Blick auf die Kolonialisierung des Kongo – mit den Sichtweisen der “Kolonisierten und Kolonisierenden”.

FILM: Coagulate

Mihai Grecu

Frankreich 2008, 6 min

Ein leerer Raum, ein menschlicher Körper im, über oder unter Wasser. Ein Aal, der im Trockenen liegt und nach Luft schnappt. Zwischen Traum und Halluzination oszillierend ist es ein Film, in dem man förmlich ertrinken möchte.

FILM: On the Way to the Theatre, We Egged a Trans-Am

Nathaniel Sullivan

USA 2009, 2 min

Pubertät, Sex, Gewalt, Männlichkeit, Rebellion. Jugendliche testen und überschreiten ihre Grenzen, was sich nicht nur im vielsagenden Titel dieser rasanten Rhythmus-Collage von Nathaniel Sullivan widerspiegelt. „I have the rest of my life to worry if I am going to lose my hair.“

FILM: La Harde

Kathy Sebbah

Frankreich 2008, 21 min

Einige Jugendliche machen sich auf in den Wald, ihnen ist langweilig. Als sie einen Mann von der Straße mitnehmen, kippt die Stimmung schnell. Ein Film über das Erwachsenwerden und Männlichkeitsideale – und Gus van Sant lässt aus der Ferne grüßen…

FILM: Quelque chose en O (Something with O)

Marc Schaus

Belgien / Frankreich 2006, 13 min Sprache: französisch, Untertitel: englisch

Eine Familie im Auto: Während der Fahrt bemerkt der Vater, dass ihm der Name seiner Tochter nicht mehr einfällt. Seine Frau getraut er sich nicht zu fragen. Eine subtile Metaphorik rund um die Beziehung zwischen Vätern und Töchtern. Sehr schön.

FILM: The Black Dog’s Progress

Stephen Irwin

UK 2008, 3 min

Daumenkinos beschreiben die traurige Geschichte von einem schwarzen Hund, dessen Entwicklung sich durch die sich häufenden und verdichtenden Loops fast nicht mehr wahrnehmen lässt. Gewalt, Brutalität, Vernachlässigung, Liebe, Sorge, Hilfe, alles auf einem Screen.

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Donnerstag, 12. Mai 21:00

05.05.2011

Kurz vor unserer moderierten Sondersendung “Film frei! – Festivaledition VIS 2011″ am 14. Mai um 20 Uhr, die nicht nur ein Festivalspecial sondern auch die 100. Sendung ist, noch einmal ganz gewohnt und alt bekannt.

FILM: Tabe Akhar (Endfever)

Nahid Ghobadi

Iran 2006, 12 min

Das Freiluftkino welches der Filmvorführer hier mit Hingabe betreut, ist schon durch seine schiere Kulisse eine Augenweide, die Liebe zum Detail bei den Projektionen unterstreichen dies wohl nur. Das Portrait eines Enthusiasten!

FILM: Den Strand Entlang (Along The Beach)

Tim Berger

Deutschland 2008, 5 min, deutsch

Die Zuschauerränge des Kinosaals rücken hier in den Fokus, von der Leinwand ist nichts zu sehen. Der Raum, eben jener des Kinosaals, mit all seinen sozialen Eigenheiten wird zum psychologischen und physischen Erlebnisort.

FILM: Comment j’ai accepté ma place parmi les mortels (How Did I Accept My Place Among Mortals)

Mikael Buch

Frankreich 2008, 26 min, französisch meU

Ein Beziehungsdrama der besonderen Art. Wenn der übereifrige Nachwuchs-Regisseur die Beziehung zu seinem Geliebten aufs Spiel setzt entwickelt sich das im konkreten Fall zu einer skurill liebenswerten Geschichte.

FILM: Startle Pattern

Eric Patrick

USA 2006, 12 min

Ein Spiel mit dem Medium und zwar mit der Technik und den Sehgewohnheiten rund um den Film gleichermaßen. Denn unserem animierter Knetmassen-Held offenbart sich ein Weg aus seiner surrealen Traumwelt in ”unsere” Realität.

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