eing’SCHENK’t mit Elisabeth KLATZER, Ökonomin

Elisabeth KLATZER, Ökonomin, Lehrbeauftragte an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Arbeitslosigkeit, geringe Wirtschaftsleistung, Bankenrettungspakete und die Stützung des Finanzsektors haben große Budgetlöcher geschlagen. Die Schuldenquote der Eurozone sank vor der Krise. Nach der Krise aber wird sie um 20% höher liegen. Irland oder Spanien hatten vor der Krise Budgetüberschüsse und niedrige Schuldenquoten. Was sie nicht davor bewahrt hat, jetzt unter Druck der Finanzmärkte zu kommen. Das wird jetzt versucht zu verschleiern. Damit die Verursacher der Krise sich nicht an den Krisenkosten beteiligen müssen, damit es keine Regulierung der Finanzmärkte gibt, damit die klaffende Schere zwischen arm und reich nicht angegangen wird, damit alles so weiter geht wie vorher. Business as usual. Mit den selben Konzepten, die in die Krise geführt haben, soll es jetzt hinausgehen. Die derzeit auf europäischer Ebene geplanten Rechtsakte zielen auf Abbau sozialstaatlicher Leistungen sowie Infrastruktur und werden die Löhne unter Druck bringen. Die Finanzminister missbrauchen das europäische Projekt für die Interessen weniger.

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